YOGA: wirksam als Medizin? – Edel Naturwaren

YOGA: wirksam als Medizin?

Die jahrtausendealte Tradition des Yogas stammt ursprünglich aus Indien und ist längst auch im Westen zum Trend avanciert. Neben Vorteilen wie gesteigerter Fitness und besserem allgemeinen Wohlbefinden, überzeugt es mit konkreten gesundheitlichen Vorteilen und kann sogar zu therapeutischen und präventiven Zwecken gegen Krankheiten in der Medizin eingesetzt werden. Während die meisten Vorzüge der sanften Bewegungen (Asanas), Atemtechniken (Pranayama) und der Meditation und Achtsamkeit in der traditionellen Medizin längst bekannt sind, sorgen die Ergebnisse moderner wissenschaftlicher Studien im Westen bei der Schulmedizin zum Teil für Erstaunen.

Wissenschaftliche Studien beweisen: Yoga als Medizin

Eine Vergleichsstudie aus dem Jahr 2010 zeigt, dass Yoga gegenüber herkömmlicher sportlicher Aktivität in seiner Wirksamkeit überwiegt. Alyson Ross und Sue Thomas haben dazu 81 Studien in ihren Forschungskanon aufgenommen und die Ergebnisse ausgewertet. Eine andere Vergleichsstudie aus dem Jahr 2007 hat über 25 Studien zum Einfluss von Yoga auf Diabetes-Patienten ausgewertet. Die Übungen scheinen, so die Autoren, mehrere Risikofaktoren für Diabetes mellitus positiv zu beeinflussen, darunter etwa Glukosetoleranz, Insulinsensitivität, Lipidprofil, Blutdruck und oxidativer Stress und wirken daher wie Medizin. Yoga spielt jedoch nicht nur eine Rolle bei der Behandlung von Diabetes, wo es zur Milderung von Beschwerden beitragen kann, sondern auch bei der Prävention von Diabetes mellitus, sowie einigen Herz-Kreislauf-Krankheiten. Die Studie von Gokal, Shillito und Swami Ramdevji Maharaj aus dem gleichen Jahr unterstreicht diese Ergebnisse noch. 510 Freiwillige, die entweder unter Fettleibigkeit, Bluthochdruck, erhöhten Blutzucker- oder Cholesterinwerten litten, haben für diese Studie ein spezielles Camp für eine Woche besucht und jeden Tag drei Stunden Yoga gemacht. Nach dem Untersuchungsende hatten sich bei den meisten Probanden die Werte ihrer Krankheiten verbessert. Weitere Studien zeigen die ganzheitliche Gesundheitswirkung des Trainings als Medizin, so etwa zur Begleitung der Krebstherapie, zur Therapie von Rücken- und Gelenkschmerzen, bis hin zur Therapie von Depressionen - Yoga vermag eine Vielzahl von gesundheitlichen Beschwerden zu lindern, sowie eine Reihe von Krankheiten zu verhindern.

Kein Allheilmittel gegen alle Krankheiten - die Grenzen

Einige Yoga-Schulen bieten spezielle Anfänger- und Senioren-Kurse an, um auf die speziellen Bedürfnisse von Neueinsteigern Rücksicht nehmen zu können. Hinzu kommt, dass sich im Laufe der Zeit bestimmte Stile herausgebildet haben, die speziell auf chronische Krankheiten und Haltungsschäden zugeschnitten sind. Dazu zählen Yoga-Stile wie etwa Iyengar-Yoga oder Restorative Yoga. Eine Medizin gegen alle Krankheiten ist Yoga auch unter korrekter, professioneller Anleitung dennoch nicht. Vor allem nach Verletzungen oder bei akuten Krankheitsschüben ist Yoga mit Vorsicht zu genießen und kann mitunter mehr schaden als nützen. Daher gilt auch hier wie bei anderen Sportarten, dass bei Krankheit nicht trainiert werden sollte, vor allem bei Fieber. Betroffene von chronischen Erkrankungen sollten vor dem Beginn des Trainings ihren Arzt befragen. Grundsätzlich sollten beim Yoga-Training keine Schmerzen, sondern höchstens ein Muskelkater danach fühlbar sein, ansonsten wurde falsch trainiert.