Nachhaltige Geschenke zu Weihnachten

Wer liebt sie nicht - die großen und kleinen Geschenke, die es rund um das Jahr gibt. Besonders zu Weihnachten gehören die Geschenke unter dem Christbaum einfach dazu. Doch weil es eben Tradition ist, häufen sich Jahr für Jahr auch immer wieder unbedachte und ungewollte Geschenke an. Das eigentlich besinnliche und familiäre Fest wird so schnell zur größten Konsumschlacht des Jahres. Deshalb Augen auf beim Geschenkekauf, denn Schenken geht natürlich auch nachhaltig.

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Elektronik schenken - aber richtig!

Nach wie vor sind Elektronikartikel wie Handys, Tablets und Co. in Deutschland als Weihnachtsgeschenk sehr beliebt. Doch leider führt jedes neue Handy unter dem Baum zu einem alten Handy, das oft trotz seiner vollen Funktionsfähigkeit in der Schublade oder direkt im Elektroschrott landet. Doch in Sachen Elektronik hat der nachhaltige Markt mittlerweile einiges zu bieten.

Faire Handys produziert zum Beispiel die niederländische Firma Fairphone. Das Handy, das es mittlerweile in der dritten Auflage gibt, ist modular aufgebaut. Kaputte Teile lassen sich so leicht austauschen und das Handy hat damit eine längere Lebenszeit als seine Verwandten mit fest verbauten Teilen. Gleichzeitig achtet die Firma Fairphone auf die Herkunft ihrer Rohstoffe und versucht die Herstellungskette so transparent wie möglich zu halten.

Wer nicht unbedingt ein neues Produkt kaufen muss, findet in Elektronik aus zweiter Hand eine tolle nachhaltige Alternative. Denn vielen Käufern ist nicht bewusst, dass bei der Produktion neuer Elektronik große Menge CO₂ entstehen, wertvolle Ressourcen verschwendet werden und am Ende Unmengen an Elektroschrott zurück bleibt, der entsorgt werden muss und nur teilweise recycelt werden kann.

Plattformen wie refurbed bieten eine Lösung an und verkaufen hochwertige Handys und Tablets aus zweiter Hand. Die Produkte sind nicht nur wie neu, sondern auch noch westlich günstiger und werden mit bis zu zwei Jahren Garantie verkauft. Man kann bei vielen Mobiltelefonen zwischen verschiedenen Farben und Ausstattungen wählen und so findet jeder leicht das passende Handy.

Foto: Chuttersnap, Unsplash

Gutschein - der verkante Alleskönner

Gutscheine haben allgemein den Ruf des unpersönlichen Geschenks. Doch in Sachen Nachhaltigkeit haben sie einen großen Vorteil: der oder die Beschenke kann bewusst und in aller Ruhe etwas aussuchen, das er oder sie wirklich braucht. So können unnötige Fehlkäufe leicht vermieden werden.

Wenn der Gutschein dann noch von einer nachhaltigen oder fair produzierenden Firma kommt, ist das Geschenke natürlich perfekt. Vielleicht freut sich die shoppingbegeisterte Schwester diese Weihnachten über einen Gutschein einer fairen Modemarke wie Armedangels, Hessnatur oder Lanius.

Oder Mama und Papa können in aller Ruhe das Angebot des nachhaltigen Onlineshops Avocadostore durchstöbern, in dem es neben fairer Mode auch tolle Produkte aus dem Bereich Wohnen und Leben gibt. Und die beste Freundin freut sich sicherlich über die große Auswahl bei nachhaltigen Schmucklabels wie pikefine und fremdformat, bei denen sie entspannt das passende Schmuckstück aussuchen kann.

Ganz nebenbei sind Gutscheine auch eine tolle Möglichkeit um sich an großen Geschenken zu beteiligen. Wenn der Herzenswunsch des Bruders das eigene Budget bei weitem übersteigt, kann man wenigsten einen kleinen Anteil übernehmen und so den Beschenkten der Erfüllung seines Wunsches ein Stück näher bringen.

Es muss nicht immer ein materielles Geschenk sein

Geschenke müssen nicht immer in materieller Form daher kommen. Besonders wer sich mit dem Thema Minimalismus beschäftigt, freut sich vielleicht mehr über gemeinsame Zeit anstelle der hundertsten lieb gemeinten, aber ungewollten DVD. Denn außer tollen gemeinsamen Erinnerungen bleibt von dem Geschenk erstmal nichts übrig - oder sollte man lieber sagen, die Erinnerungen und die gemeinsame Zeit sind das beste Geschenk überhaupt?

Ob ein gemeinsames Essen, Theaterbesuche, Reisen oder Unternehmungen in der Heimat - die Auswahl ist unendlich. Und nicht nur der Beschenkte, sondern auch der Schenker hat Spaß am gemeinsamen Einlösen und beide können eine tolle Zeit miteinander verbringen. Denn ganz ehrlich: wer hätte nicht Spaß bei einer Lamawanderung durch die Weinberge, einer ausgefallenen Stadttour durch die Lieblingscity oder einem Opernbesuch, bei dem man sich mal wieder so richtig aufbrezeln kann?!

Foto: Nicole Bittger

Selbstgemachte Geschenke von Herzen

In selbstgemachten Geschenken steckt Zeit, Aufwand und Liebe - immerhin sollen sie etwas ganz Besonders sein. Und der Aufwand ist oft nicht so groß wie vermutet. Besonders Produkte wie Badezusätze oder Körperöle lassen sich schnell herstellen und individuell an die Vorlieben des Beschenkten anpassen.

So lässt sich aus 100 ml Mandelöl, 5 Tropfen Melissenöl und 5 Tropfen Lavendelöl schnell ein tolles Massageöl herstellen. Dazu das Mandelöl mithilfe eines Trichters in ein dunkles Glasfläschchen füllen und die ätherischen Öle dazu geben. Jetzt die Flasche verschließen und kräftig schütteln - fertig ist das selbstgemachte Massageöl! Die Duftrichtung eines solchen Öls kann auch mit anderen ätherischen Ölen leicht verändert werden. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

Wir sind absolute Fans von DIY-Kosmetik: ob selbstgemachtes Peeling, feste Handcreme oder Pillow-Spray für einen besseren Schlaf. Hier findest du alle unsere DIY-Anleitungen für mehr Wohlbefinden, die sich wunderbar verschenken lassen. Für Naschkatzen und Gourmets kannst du auch selbstgemachte Pralinen, Marmeladen oder Chutneys verschenken.

Alternative Geschenkverpackungen

Neben dem Geschenk selber soll natürlich auch die Geschenkverpackung etwas hermachen. Doch hier lauert das nächste ökologische Problem: ganz abgesehen von den Müllbergen, die jedes Jahr durch Geschenkpapier unter dem heimischen Weihnachtsbaum entstehen, ist konventionell hergestelltes Geschenkpapier nicht besonders nachhaltig.

Oft ist das Geschenkpapier mit Kunststofflacken oder -folien beschichtet und lässt sich dadurch nicht recyceln. Deshalb sollte Geschenkpapier auch über die Restmülltonne und nicht über das Altpapier entsorgt werden.

Doch es muss nicht immer das neu gekaufte Geschenkpapier sein. Denn Geschenke fühlen sich auch in individuellen Verpackungen sehr wohl. Ob altes Zeitungspapier, alte Kartons und Kisten, ganz stilvolle Seiden- oder Stofftüchern oder faires und ökologisches Geschenkpapier der Firma Planetpaket - es gibt viele Möglichkeiten Geschenke nachhaltig zu verpacken.

Foto: Nicole Bittger Dein eigentliches Geschenk kannst du auch in einem weiteren Geschenk verpacken. Verschenkst du beispielsweise ein tolles Olivenöl oder eine gute Flasche Wein, kannst du das in einem hochwertigen Küchentuch verpacken. Oder dein selbstgemachtes Lippen-Peeling in einen weichen Schal einwickeln.

Oft ist es aber überhaupt nicht nötig, das Geschenk zu verpacken. Natürlich ist das Auspacken eine Tradition, aber ein Geschenk macht nicht weniger Freude, wenn es direkt und unverpackt mit einem Lächeln übergeben wird.

Weihnachten kann kommen!

Jetzt kann die Suche nach dem perfekten Geschenk aber losgehen. Ob ein gebrauchtes Handy, ein Gutschein, gemeinsame Zeit oder ein selbstgemachtes Geschenk von Herzen - es gibt so viele Möglichkeiten den Liebsten an Weihnachten eine Freude zu machen und gleichzeitig auf Umwelt und Mitmenschen zu achten. Viel Spaß beim Schenken!

Statt wieder die Weihnachtsdeko aus Plastik auszupacken, kannst du in diesem Herbst mit dem Sammeln von Zweigen, Kastanien und schönen Blättern bereits jetzt für die Adventszeit vorsorgen. Weihnachten nachhaltig feiern | Geschenkideen nachhaltige Weihnachten | Nachhaltige Weihnachtsdeko | Basteln | DIY-Geschenkideen | Feste Seife | Selbst gemachte Geschenke | Geschenkverpackung nachhaltig | DIY-Kosmetik | Sich gutes tun

Gastbloggerin Anna von „Grün wie Gras“ ist unsere Expertin für das Thema Nachhaltigkeit. Für uns schreibt sie regelmäßig über Inhalte, die ihr wichtig sind: Naturkosmetik, Zero Waste und ein bewusster Lifestyle.

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